Trotz der hinter Masken verhüllten Gesichter und der durch notwendige Sicherheitsabstände ausgedünnten Sitzreihen wurde das PZ von einer beachtlich feierlichen Atmosphäre erfüllt. Hieran hatten die zahlreichen Ansprachen, aber vor allem die persönlichen Dankes- und Abschiedsworte sowohl der Abiturientinnen und Abiturienten als auch der Tutorinnen und Tutoren einen entscheidenden Anteil. Eigentlicher Höhepunkt war natürlich die Zeugnisausgabe, zu der jeder Tutorkurs noch einmal gemeinsam die Bühne betrat. Das Programm, durch das die Abiturienten Willi Breitenbach und Jannik Hentschel souverän und mit viel Humor führten, wurde zudem mit virtuos gespielten Musikbeiträgen des Duos „Vitali und Peter“ (Vitali Kellermann: Gitarre und Geschichts-LK-Lehrer Peter Hoberg: Klavier) aufgelockert.

Schulleiter Johannes Heintges gratulierte den Abiturientinnen und Abiturienten zum bestandenen Abitur. Mit Blick auf die fast eineinhalb Jahre, die von Quarantänephasen sowie Wechsel- und Distanzunterricht per Videokonferenzen geprägt waren, lobte Heintges die Abiturientinnen und Abiturenten u.a. für ihre organisierte Selbstständigkeit, ihre Ausdauer und Anstrengungsbereitschaft, ihre Selbstverantwortung und auch für den vielfach an den Tag gelegten kritischen Pragmatismus. Die besonders hohe Ausprägung dieser Fähigkeiten legte er als zusätzlichen Gewinn dieses Abiturjahrgangs aus und fügte bestärkend hinzu: „Ihr könnt Krise. Ihr habt euch bewährt. Ihr habt Grund für viel zusätzliches, für ein besonders gestärktes Selbstvertrauen.“

Die pandemiebedingten Einschränkungen – und den meisterlichen Umgang der Abiturientinnen und Abiturenten hiermit – nutzte Heintges für einige „Denkanstöße“ in Bezug auf die Art und Weise, wie wir Menschen unser Leben – in Gesellschaft, auf dem Planeten – führen. Wir seien nicht nur in hohem Maße angewiesen auf Austausch, Nähe, Unterstützung und Solidarität, die es in besseren Zeiten wieder auszuleben gelte. Auch zeigten sich die Errungenschaften der Aufklärung, wenn auf der Grundlage vernünftig-rationalen Handelns wissenschaftliche Erkenntnisse hervorgebracht und diskutiert würden, welche bereits zu beachtlichen Erfolgen in der Pandemiebekämpfung geführt hätten. Für die Abwendung der sich zuspitzenden Bedrohung unseres Planeten durch die vermehrt spürbaren Auswirkungen des Klimawandels könne daraus eine optimistische Lehre gezogen werden: „Wenn wir Menschen wollen, uns im Grundsatz einig sind, in organisierter Form zusammenarbeiten, uns an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren und die Kontroversen um den sachlich richtigen Weg aushalten und ausfechten, können wir gewaltige Kräfte mobilisieren.“

Bürgermeister Olaf Stelse rief die Abiturientinnen und Abiturienten ebenfalls dazu auf, innezuhalten und die in dieser Zeit erzwungenermaßen wieder stärker ins Bewusstsein gerückte sonst so selbstverständliche Lebensweise zu reflektieren. Oberstufenleiterin Diana Hibst und die Beratungslehrerin Andrea Heetmann-Thiel sprachen beide mit Freude und vielen glücklichen Erinnerungen über die erfolgreichen Abiturientinnen und Abiturienten und drückten ihnen auf vielfache Weise ihre Sympathie und Anerkennung aus. Abschließend ließ die Abiturientin Viviane Crummenerl in ihrer Rede u.a. einige der in normalen Zeiten untypischen, schulischen Herausforderungen Revue passieren und sprach die besondere, gemeinschaftliche Stimmung an, die im diesjährigen Abiturjahrgang herrsche.

Mit dem erreichten Abitur trennen sich viele Lebenswege der Abiturientinnen und Abiturienten nun endgültig. Zukünftig verwirklichen sie ihre jeweils eigenen Lebenspläne und Ziele. Hierfür wünschen wir ihnen viel Erfolg.

(T. Voßen)

 

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