Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

liebe Schüler*innen,

wir hoffen, es geht Ihnen und euch1 gut, Sie sind gesund und konnten in den Herbstferien eine schöne Zeit zusammen verbringen.

Wir freuen uns, dass die Pandemie-Situation auch an unserer Schule im Moment deutlich entspannter ist. Während in der ersten Woche nach den Sommerferien 36 Schüler*innen mit dem Sars-Cov-19-Virus infiziert waren (allesamt Infektionen außerhalb der Schule, u.a. durch Urlaub) und sich 130 Schüler*innen in Quarantäne befanden, sind am Ende der ersten Schulwoche drei Schüler*innen infiziert und zwei Schüler*innen in Quarantäne (Infektionen außerhalb der Schule). Leider zeigt der tägliche Anstieg der Inzidenzzahlen auch im Märkischen Kreis (7-Tage-Inzidenz heute bei 79, Kierspe: 56, Meinerzhagen: 88 und Halver 161), dass wir weiterhin sehr aufmerksam sein müssen.

Ebenso freuen wir uns, dass wir seit den Sommerferien durchgängig in der Schule unterrichten können (Präsenzunterricht) und wir den Eindruck haben, dass auch für unsere Schüler*innen wieder ein deutlich normalerer Alltag besteht, die Kinder wieder ausgelassen über die Schulhöfe toben und allerorten gelacht wird, die Jugendlichen mit Freude in den Unterricht gehen :-) und sich auch einmal wieder mit anderen auseinandersetzen – es gab auch Schüler*innen, die sich über die Herbstferien gefreut haben :-). In unseren Stufenparlamenten der Jg. 5-10 haben die Schüler*innen viele Ideen und Anregungen für das Schulleben formuliert, interessanterweise aber in keinem Parlament die Auswirkungen der Pandemie auf die Schule als Problem angesprochen.

Selbstverständlich haben wir als Schule weiterhin alles getan, damit die Situation so bleibt und es an der Schule nicht zu einem Infektionsgeschehen kommt: Wir achten auf Abstände (wo das möglich ist), tragen durchgängig eine medizinische Maske, sind geimpft bzw. genesen oder/und testen uns dreimal in der Woche, lüften konsequent und achten auf die regelmäßige Desinfektion der Hände und des Mobiliars. Dies werden wir auch weiterhin sorgfältig tun, auch wenn wir nun der kühlen Jahreszeit entgegengehen und aus bibbernder Erfahrung wissen, was es bedeutet, im Winter regelmäßig für strikten Durchzug zu sorgen.

Aus der Presse haben Sie erfahren, dass sich die Landesregierung trotz wieder rapid ansteigender Inzidenzzahlen und der Tatsache, dass Kinder unter 12 Jahren derzeit nicht geimpft werden, dafür entschieden hat, die Maskenpflicht an der Schule zu ändern. Ab dem 02.11. gelten folgende Regeln:

- Außerhalb des Schulgebäudes muss auf dem Schulgelände weiterhin keine Maske getragen werden.

- Im Schulgebäude besteht weiterhin Maskenpflicht.

- Im Unterricht

  • besteht keine Maskenpflicht mehr, wenn und nur solange die Schüler*innen auf ihrem angestammten, festen Sitzplatz sitzen;

  • besteht also weiterhin Maskenpflicht, wenn die Schüler*innen den Platz wechseln (z.B. bei Formen der Gruppenarbeit), im Raum herumgehen, in den Raum kommen oder ihn verlassen.

  • Das heißt u.a.: Im Sportunterricht bleiben die geltenden Regeln weiterhin bestehen.

- Für alle Besucher*innen der Schule, zu denen auch die Eltern gehören, gilt weiterhin die 3-G-Regel.

- In den Bereichen, in denen keine Maskenpflicht besteht, können die Schüler*innen nun selbst entscheiden, ob sie eine Maske und welche Maske sie tragen. Selbstverständlich können sie auch gerne weiterhin ihre Maske aufbehalten (so wie das viele auch auf dem Schulhof weiterhin getan haben).

Auch die Quarantäne-Regelungen sind erneut geändert worden: Nicht mehr nur positiv getestete Schüler*innen, sondern auch deren unmittelbare Sitznachbar*innen werden wieder unter Quarantäne gestellt. (Die genauen Regelungen hierzu stehen noch aus.)

Wir sehen diese Entscheidung mit gemischten Gefühlen:

- Selbstverständlich freuen wir uns über jeden Schritt in Richtung Normalität und würden es sehr begrüßen, wenn wir alle wieder gefahrlos frei atmen und uns frei bewegen könnten. Das Tragen der Maske im Unterricht ist bei aller Gewöhnung ein großes Hemmnis und beeinträchtigt das selbstständige und vor allem auch das kooperative Lernen, das uns in besonderer Weise am Herzen liegt; natürlich auch das Erlernen einer Fremdsprache. (Die meisten Schüler*innen scheinen das Tragen einer Maske übrigens gar nicht als so beeinträchtigend zu empfinden, wie dies viele Eltern vermuten.)

- Andererseits sehen wir im konsequenten Tragen der Maske einen wichtigen Schutz. Die Maske ist ein zentraler Garant dafür, dass sich unsere große Schule mit ihren über 1300 Menschen, die sich hier täglich begegnen, in 19 Monaten der Pandemie nie zu einem Hotspot des Infektionsgeschehens entwickelt hat und wir dadurch gerade auch die besonders gefährdeten Schüler*innen und Lehrer*innen sehr wirksam schützen konnten.

Im Unterschied zu der Situation vor einem Jahr, als die Landesregierung für eine kurze Zeit die Maskenpflicht an der Schule komplett aufgehoben hatte, haben nun zumindest die Schüler*innen, die älter als 11 Jahre sind, die Möglichkeit, sich und ihre Angehörigen durch eine millionenfach erprobte Impfung im Regelfall (ohne Vorerkrankungen) wirksam vor einem schweren Krankheitsverlauf selbst schützen zu können. Die ausschließlich nach wissenschaftlichen Kriterien arbeitende und von politischen Weisungen unabhängige Stiko (Ständige Impfkommission) hat bereits im August für alle Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren auch eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen.

Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen,

- dass die Änderung der Maskenpflicht im Unterricht nicht bedeutet, dass man nun keine Maske mehr tragen darf oder soll. Im Gegenteil: Die Schüler*innen können selbst entscheiden, ob sie an ihren Sitzplänen weiterhin eine Maske tragen (und auch: wie lange und welche Maske). Nach unseren bisherigen Erfahrungen werden gerade auch viele der ungeimpften Schüler*innen (d.h. auch fast alle Schüler*innen in den Jg. 5 und 6) weiterhin ihre Maske tragen.

- dass keine Schüler*in dadurch einen Nachteil erfährt, wenn sie auf ihrem Sitzplatz im Unterricht eine Maske trägt oder diese nicht trägt. Die Entscheidung liegt allein im Ermessen und in der Verantwortung der Schüler*in bzw. ihrer Eltern.

- dass derzeit eine Impfung vor einer Quarantäne bewahrt: Schüler*innen, die vollständig geimpft sind, brauchen auch dann nicht in Quarantäne zu gehen, wenn sie Sitznachbar*innen einer positiv getesteten Schüler*in sind.

Nach den gegenwärtigen Regelungen brauchen sich nur die Schüler*innen regelmäßig zu testen, die nicht vollständig geimpft oder innerhalb der letzten 6 Monate genesen sind; zudem müssen wir zur Bestellung der Tests die entsprechenden Zahlen weiterleiten. Bislang haben allerdings erst sehr wenige Schüler*innen ihren Impf- oder Genesenennachweis bei der zuständigen Sekretärin (Jg. 5-8: Frau Fetting; Jg. 9-13: Frau Wülfrath) vorgezeigt und sich darauf beschränkt, diesen Nachweis bei der Testung vorzulegen. Daher möchten wir alle Schüler*innen, die geimpft bzw. genesen sind, bitten, ihren Nachweis bei der zuständigen Sekretärin vorzulegen (sofern sie dies noch nicht getan haben).

Ansonsten bleiben alle bisherigen Regelungen (regelmäßiges Stoßlüften, Desinfektion) weiterhin in Kraft.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien alles Gute! Bleiben Sie oder werden Sie rasch gesund!

Mit freundlichen Grüßen

gez. Johannes Heintges


1  Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im folgenden Text nur noch die Sie-Form verwendet – selbstverständlich sollt ihr euch, liebe Schüler*innen, genauso angesprochen fühlen.

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