Während die Zahl der infizierten Schüler*innen und der Schüler*innen in Quarantäne auch nach den Herbstferien niedrig blieb, sind die Auswirkungen des Kiersper Infektionsgeschehens nun auch an unserer Schule deutlich zu spüren: Wir wissen, dass 14 unserer Schüler*innen aus Kierspe infiziert sind und sich mindestens 40 unserer Schüler*innen in Quarantäne befinden, da sich Angehörige von ihnen mit dem Sars-Cov-2-Virus infiziert haben – gestern (15.11.) waren es noch 10 Schüler*innen, die infiziert waren, und 24 in Quarantäne. 10 Schüler*innen brauchen derzeit nicht in Quarantäne zu gehen, da sie geimpft oder innerhalb der letzten 6 Monate genesen sind. Unter den infizierten Schüler*innen sind auch Kinder und Jugendliche, die bereits schon einmal erkrankt gewesen sind. Bei diesen Zahlen ist zu berücksichtigen, dass die Quarantäneregeln im Vergleich zu früheren Monaten derzeit eher locker sind [in der Schule gehen nur die unmittelbaren Sitznachbar*innen von infizierten Schüler*innen in Quarantäne, Kontakte außerhalb des Unterrichts werden im Moment vom Gesundheitsamt nicht berücksichtigt; nach 5 symptomfreien Tagen Möglichkeit der „Freitestung“ durch einen Bürgertest]. Die gegenwärtigen Infektionsherde liegen außerhalb der Schule.

Jg.

infiziert

in Quarantäne

5

1

2

6

3

7

7

1

5

8

4

10

9

1

6

10

3

7

11

1

12

1

2

Wie zu Beginn der Pandemie, so ist es auch heute unser Ziel, als Schule die Zeit der Pandemie möglichst unbeschadet zu überstehen, die Schüler*Innen, Lehrer*innen und alle Angehörigen, so gut uns dies möglich ist, zu schützen und zu verhindern, dass unsere große Schule zu einem Corona-Hotspot wird. Zugleich möchten wir den Unterricht und das Leben in der Schule so gut wie möglich gestalten und so lange wie möglich aufrechterhalten. Wir sind stolz darauf, dass uns dies bislang gelungen ist.

Aus diesem Grund bitten wir auch um Verständnis, dass alle Schüler*innen, wenn sie vorzeitig aus einer Quarantäne in die Schule zurückkehren oder als geimpfte bzw. gültig genesene Kontaktpersonen 1. Grades nicht in Quarantäne gehen möchten, in der Schule durchgängig eine FFP2-Maske tragen und sich täglich testen.

Neben dem regelmäßigen Lüften gehört das Tragen einer Maske zu den wirksamsten Mitteln, um sich selbst und andere vor einer Infektion zu schützen. Seit dem 02.11. besteht die Möglichkeit, dass die Schüler*innen an ihrem festen Sitzplatz während des Unterrichts die Maske komplett oder zeitweise ablegen. Nach unserem Eindruck trägt die überwiegende Mehrheit der Schüler*innen weiterhin auch im Unterricht eine Maske. Bitte besprechen Sie mit ihrem Kind, ob es seine Maske an seinem Sitzplatz aufbehält oder ablegt. Sinnvollerweise sollten sie dabei auch das Infektionsgeschehen vor Ort, die Lüftungssituation im Raum, die konkrete Situation ihres Kindes (geimpft?) und die Impfquote in der Klasse berücksichtigen. Selbstverständlich erfährt keine Schüler*in einen Nachteil, wenn sie/er sich für das Ablegen der Maske entscheidet – genauso wenig übrigens, wenn er/sie sich für das weitere Tragen entscheidet.

An der Tatsache, dass nahezu das gesamte Kollegium vollständig geimpft ist und viele Kolleg*innen nun Termine für eine Booster-Impfung absprechen, können Sie erkennen, dass wir in einer Impfung ein sehr wichtiges und sinnvolles Instrument sehen, um uns selbst vor einem schweren Krankheitsverlauf zu schützen und gleichzeitig für andere, u.a. für ihre Kinder, das Infektionsrisiko deutlich zu verringern. Vor diesem Hintergrund bereitet uns die Impfquote unserer Schüler*innen, die im Vergleich etwa zu Gesamtschulen in Großstädten doch recht niedrig ausfällt, einige Sorgen. Nach unserer Information sind gegenwärtig nur 268 unserer 1200 Schüler*innen geimpft – 154 Schüler*innen in den Jg. 11-13 und nur 114 Schüler*innen in den Jg. 6-10. (Da die Schüler*innen des 9. Jahrgangs heute aus dem dreiwöchigen Betriebspraktikum zurückgekehrt sind, gehen wir allerdings davon aus, dass uns noch nicht alle ihren Impfnachweis vorgelegt haben.)

Je höher die Impfquote, desto besser können wir alle uns selbst und uns gegenseitig schützen – gerade auch diejenigen unter uns, wie die meisten Schüler*innen der Jg. 5 und 6, die noch gar nicht geimpft werden können. Deshalb möchten wir Sie bitten – wenn Ihr Kind geimpft werden kann, es aber noch nicht ist – darüber nachzudenken, ihr Kind impfen zu lassen und sich gegebenenfalls durch ihren (Kinder)arzt beraten zu lassen. Nach 19 Monaten der Pandemie ist sich die Commuity der Wissenschaftler*innen (Virologen, Epidemiologen, Immunologen und Intensivmediziner) weltweit darin einig, dass

- allein eine hohe Impfquote einen Ausstieg aus der Pandemie ermöglichen wird;

- im Normalfall (= Patient*innen ohne relevante Vorerkranken) die Vorteile einer Impfung die Nachteile möglicher Nebenwirkungen deutlich überwiegen;

- nur eine Impfung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sicher vor einem schweren Krankheitsverlauf schützt;

- auch bei mRNA-Impfstoffen keine Gefährdung der Fruchtbarkeit möglich ist und

- die so häufig als Gegenargument angeführten Langzeitfolgen nach einer Impfung „nicht vorkommen, bzw. eine extrem seltene Rarität bei einzelnen Impfstoffen“ in früheren Zeiten gewesen sind (Thomas Mertens, Vorsitzender der Stiko). Vgl. hierzu z.B. auch https://www.tagesschau.de/faktenfinder/corona-impfungen-spaetfolgen-101.html .

Die politisch unabhängige Ständige Impfkommission (Stiko), die immer wieder gezeigt hat, dass sie politischem Druck widersteht und allein auf der Basis ausreichender wissenschaftlicher Daten entscheidet, hat allen Menschen ab 12 Jahren empfohlen, sich impfen zu lassen.

Schüler*innen, die vollständig geimpft sind, zeigen ihren Impfnachweis bitte der zuständigen Sekretärin vor. Wir beachten selbstverständlich die entsprechenden Datenschutzregeln.

Liebe Eltern, liebe Schüler*innen, wir wünschen Ihnen und Ihren Familien weiterhin alles Gute! Bleiben Sie oder werden Sie rasch wieder gesund!

Mit freundlichen Grüßen

gez. Johannes Heintges

 

1  Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im folgenden Text nur noch die Sie-Form verwendet – selbstverständlich sollt ihr euch, liebe Schüler*innen, genauso angesprochen fühlen.

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