Wo "stolpern" für "erinnern" steht

Vier dieser glänzenden Steine, in denen die Namen, die Geburtsdaten und das Datum der Flucht eingeprägt sind, wurden in den Boden (Derschlager Str. 11/9 Krummicker Weg)  eingelassen. Und das, weil wir symbolisch über sie stolpern und uns erinnern sollen.

stolpersteinErinnern an Julius Fischbach (1892-1980) und seine Frau Hedwig, geb. Windmüller (1904-2000) sowie an deren Kinder Eugen Fischbach (1926-1976) und Eve Lee, geb. Fischbach (*1929), die im September 1938 das Glück hatten über Rotterdam zu Verwandten nach Amerika auswandern zu können. „Mein Bruder ist zum Schluss immer nur von der Schule nach Hause gerannt, weil er sonst verprügelt worden wäre“, erinnert sich Eve Lee.

 

 

 

 

wiedersehen

So war die Situation jüdischer Kinder damals. Sie ist die einzige der vier Personen, die heute noch lebt.  „Ich durfte kaum noch draußen spielen“. Nur eine gute Freundin aus der Nachbarschaft kam abends, wenn es keiner sehen konnte, zu ihr zum Spielen herüber. Sie schenkte ihr damals eine Puppe. Keine von ihnen konnte wissen, dass es ein Abschiedsgeschenk für eine lange Zeit sein würde. Nach 76 Jahren konnten sich nun diese beiden Frauen wieder sehen.

  

  

 

 

zeitzeugenBegleitet von ihrem Mann Ralph, kam Eve Lee aus New Jersey in ihren Geburtsort Meinerzhagen, um der Verlegung der Gedenksteine für ihre Eltern, für ihren Bruder Eugen und sich selbst beizuwohnen. 

Sichtlich gerührt bedankte sie sich bei allen Anwesenden. Besondere Freude empfand sie aber darüber, dass sich auch einige junge Leute, Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulformen und Altersstufen eingefunden hatten, um an diesem Ereignis teilzunehmen.

 

 

 

 

Stolpersteine 3

Auch für uns war es eine Freude.

Astrid Hettesheimer/Helene Wiens

NOTE! This site uses cookies and similar technologies.

If you not change browser settings, you agree to it. Learn more

I understand

For more Info click [here].

Für mehr Informationen [hier] klicken.