GsKi bei der Stolpersteinverlegung in Kierspe

Hierzu trugen die bewegenden Ansprachen von Bürgermeister Emde, Pfarrer Fröhlich und Volkshochschuldirektorin Görnig bei. Und auch die Teilnahme der Nachkommen der Opfer, die für die Verlegung der Stolpersteine aus den USA angereist waren, verfehlte nicht ihre Wirkung bei den Schülern.

Vorbereitet wurden die Schüler in einer einführenden Informationsveranstaltung im PZ der Gesamtschule von Rolf Janzen, einem Mitglied der Initiative Stolpersteine. Ein Geschichtskurs des 11. Jahrgangs, der sich in diesem Halbjahr mit dem Thema „Menschenrechte“ beschäftigte, erarbeitete auch im Unterricht einige Aspekte im Vorfeld. So fanden sich schnell einige engagierte Schülerinnen und Schüler, die sich auch aktiv an der Stolpersteinverlegung beteiligen und die Biographien der jüdischen Opfer vorlesen wollten. Dietmar Först von der Initiative Stolpersteine sprach nach der Verlegung mit den Schülerinnen und Schülern. Er betonte, wie wichtig den Nachkommen die Beteiligung der jungen Menschen an der Aktion gewesen ist und die Schüler so ein kleinen, aber sehr wichtigen Beitrag zur Versöhnung geleistet haben.

Auch viele Schülerinnen und Schüler aus dem Geschichtskurs zogen ein positives Fazit. So urteilte Jennifer über die Verlegung der Stolpersteine:

„Es ist auch bewundernswert wie viele Menschen immer noch an der Aktion teilnehmen, obwohl es sie schon seit 25 Jahren gibt.“

Und Lily kommentierte die eindrucksvolle Zeremonie am Hammerkamp:

„Die Stolpersteinaktion war ein ergreifender Moment. Es ist schön, dass durch die Stolpersteine ein Mahnmal zum Gedenken der Toten erschaffen wurde. In unserem Alltag ist die Vernichtung der Juden schon beinahe in den Hintergrund getreten und eine solche Aktion hilft die Geschichte noch einmal wieder ins Bewusstsein zu rufen.“

 

Update 31.07.2017: Hier die Email von Judi und Bernie Cataldo, den Angehörigen der deportierten und ermordeten jüdischen Kiersper:

But the best part of the trip was being in Germany.  There are no words to

describe the emotions I felt.  I came feeling it was something I should do,

not sure of how I would feel.

I left feeling tremendously connected.  Actually seeing, being in the places

where my parents, grandparents and other relatives lived was very emotional.

Bernie and I are both so happy that we had this opportunity.

 

We want to thank you for all that you are doing.  The information that we

now know about my family, the tremendous amount of time and energy that all

of you devote is greatly appreciated. 

 

We learned, connected to my past, and actually walked and touched the places

where my family lived.  We had a wonderful time with our new friends in

Germany. 

Thank you for the effort, transportation, meals, time, caring and

friendship. 

You are all doing God's work of making this world a better place.

 

Fondly,

Judi & Bernie

 

 (R.Pietzner)