Kultureller Höhepunkt in weihnachtlichem Gewand

Mit nachdenklichen Tönen eröffnete Schulleiter Johannes Heintges den musikalischen Abend und wies darauf hin, dass Freud und Leid sich im Leben oft die Hand geben. Für die Schulgemeinschaft war dieser 21. Dezember ein schwieriger Tag. So gedachten alle Anwesenden der ehemaligen Kollegin und Lehrerin Ulla Ströhmann, die nach schwerer Krankheit am 20. Dezember verstorben ist. „Vor einem Jahr saß sie noch im Publikum und applaudierte den Mitwirkenden“, erinnerte Johannes Heintges an die hochgeschätzte Kollegin.

Viele ehemalige Lehrerinnen und Lehrer besuchen traditionell das Weihnachtskonzert, das in jedem Jahr von der Fachschaft Musik gestaltet wird. Insbesondere die ehemaligen Musiklehrer wirken gerne aktiv mit, um allen Teilnehmern und dem Publikum besondere Momente zu schaffen. Diese besonderen Momente sorgten wahlweise für Gänsehaut, ließen Erinnerungen aufleben oder beschworen Bilder herauf. Einzig Musik hat diese Macht Atmosphäre zu schaffen und jeden anders abzuholen.

So wurde das gesamte Publikum musikalisch eingebunden und schmetterte Weihnachtsliedklassiker von „Ihr Kinderlein kommet“ bis zu „Stille Nacht“ einfach mit, während alle anwesenden Musiker den klanglichen Rahmen lieferten. Peter Hoberg führte kundig durch das prall gefüllte Programm und sorgte mit Anekdoten, Geschichten und Wissenswertem zu einzelnen Liedern und Komponisten für beste Unterhaltung.

Die Bläserklasse 5.3 hatte ihren ersten großen Auftritt beim Weihnachtskonzert und absolvierte ihn unter Leitung von Sebastian Haase routiniert. Angetan mit Weihnachtsmützen und Rentiergeweihen legten die jungen Musiker eine erfolgreiche und vielversprechende Premiere hin.

Mit der Filmmusik „Beauty an the Beast“ stellte die Bläserklasse 6.3 unter Leitung von Peter Hoberg unter Beweis, dass die Entwicklung in Rahmen des Musikprofils an der GSKi rasant ist. Jeder Ton saß und die jungen Musiker interpretierten ihren Beitrag in großer Harmonie.

Auch die Bläserklasse 7.3 zeigte unter der Leitung von Petra Menges, wieviel Freude das gemeinsame Musizieren allen Beteiligten bringt. Die 7.3 entschied sich bei ihrem Auftritt für ein Stück mit lebendigen Gospelmelodien.

Die Bläserklasse 8.3 machte musikalisch beschwingt weiter und präsentierte unter Leitung von Sebastian Haase „Sleigh Ride“ von Luigi di Ghisallo.

Viele Schülerinnen und Schüler der Bläserklassen fanden sich auch im Schulorchester und im Schulchor wieder. Letzterer sorgte unter der Leitung von Kati Wiegold für ganz besondere Gänsehautmomente. „Wär uns der Himmel immer so nah“ setzten die Sängerinnen und Sänger genauso genial um, wie das Metallica Stück „Nothing else matters“. Dabei bewies der gesamte Chor aus Oberstufen- und Unterstufenschülern ganz viel Mut und Einfühlungsvermögen. Solistinnen lieferten ihren Part stimmsicher ab und die männlichen Stimmen leisteten auch ihren wichtigen Beitrag. Neben den tollen musikalischen Leistungen der Bläserklassen avancieren die wunderschönen Stimmen der GSKi zu einem weiteren musikalischen Hochgenuss. Kati Wiegold bedankte sich ausdrücklich bei dem ehemaligen Musiklehrer Johannes Koch, der praktisch Erfinder der Weihnachtskonzerte und Initiator der Chormusik an der GSKi ist. Als Ehemaliger war Johannes Koch ebenso aktiv dabei, wie Peter Meier. „Es ist schön, wenn der Job nicht nur Beruf, sondern Berufung ist“, bedankte sich Kati Wiegold bei ihren Musikkolleginnen und Kollegen, ohne deren Leidenschaft für ihr Fach ein solcher musikalischer Abend nicht denkbar wäre.

„Inzwischen beteiligen sich so viele Kolleginnen und Kollegen an diversen Musikprojekten, dass man sie manchmal suchen muss“, erzählte Schulleiter Johannes Heintges nicht ohne ein Schmunzeln aus seinem Alltag. Die Bühne und der Bühnengraben des Pädagogischen Zentrums reichten so kaum aus für die vielen Musikerinnen und Musiker mitsamt ihren Instrumenten. Eine wunderschöne Idee war die Einbeziehung von Externen und Eltern, die mit ihren Instrumenten alle Weihnachtslieder begleiteten, die vom gesamten Publikum mitgesungen wurden.

Wer nach dem Weihnachtskonzert noch nicht in Feststimmung war und mindestens einen weihnachtlichen Ohrwurm hatte, bekam das Prädikat „Weihnachtsmuffel“ verliehen.

 

(J. Hüttemann-Wilks)

 

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