Schwerpunktabende der Jahrgänge 5 und 6

In ihren Schwerpunktstunden und manch einer freiwilligen Zusatzstunde hatten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Klassenlehrern an ihren Programmpunkten gefeilt. Die projektorientierte Arbeit erfolgt ohne Notendruck und setzt ganz auf die Motivation der Schülerinnen und Schüler. Wie hoch die Motivation ist, konnte das Publikum an den Ergebnissen auf der Bühne des Pädagogischen Zentrums sehen.

Beim Betreten des Schulgebäudes hatten die Besucher der Schwerpunktabende schon den Duft selbstgebackener Köstlichkeiten aus aller Welt in der Nase. Die Weltklasse (6.2) des sechsten Jahrganges und die Europaklasse des fünften Jahrganges regten den Geruchssinn an und brachten die meisten Besucher dazu, auch ihren Geschmackssinn mithilfe herzhafter und süßer Happen zu testen. Im sechsten Jahrgang beschäftigte sich die Weltklasse unter Leitung von Claudia Koll und Jasmin Bölling auch mit gemeinnützigen Projekten und unterstützte eine Sammelaktion von Flaschendeckeln, deren Erlös in die medizinische Versorgung von Kindern fließt. Für die Europaklasse des fünften Jahrgangs (5.2) unter der Leitung des Klassenlehrerteams Janina Frigo und Tobias Voswinkel stand die Arbeit mit dem Atlas und einer Europa APP im Mittelpunkt. Italien wurde im Rahmen des Schwerpunktabends besonders unter die Lupe genommen. Auch die Europaklasse sorgte mit dem Verkauf von internationalen Gerichten dafür, dass die Besucher verschiedene Geschmacksrichtungen genießen konnten.

Etwas für den Sehsinn hatten die Sport- und Kreativklassen zu bieten. Da flogen die Schülerinnen und Schüler von Eva Petri und Meike Hinnenkamp zur Musik des Piratenfilmes „Fluch der Karibik“ durch die Luft, überwanden Hindernisse und zeigten eindrucksvoll, dass es höchst verschiedene Arten der Fortbewegung gibt. Unterstützt wurde Eva Petri im Sportprofil von Stefan Wittke, der in den letzten Wochen in den Schwerpunktstunden den anspruchsvollen Parcours mit den Schülerinnen und Schülern eingeübt hatte. Auch die Sportklasse des fünften Jahrganges unter Leitung von Susanne Witt und Ina Galley wurde in den Schwerpunktstunden von Stefan Wittke unterstützt, der vom Beratungslehrer Tobias Voswinkel das Prädikat „Joker“ für seinen Einsatz bekam. Die Trampolinshow der Sportler des fünften Jahrgangs gipfelte in der Kunst des Synchronspringens.

Aus dem Staunen kamen die Besucher gar nicht mehr raus, als die Kunst- und Kreativklasse des sechsten Jahrganges unter Leitung von Jenny Altmann und Anne Katrin Wiegold ihr Schwarzlicht-Spektakel in fantasievollen Kostümen auf die Bühne brachte. Die Effekte waren beeindruckend und die Choreographie begeisterte. Auch die kreativen Kinder des fünften Jahrganges lieferten unter der Leitung von Sabrina Erlemann und Patrick Blumberg ein Programm für den Sehsinn, indem die Darstellung eines Kunstprojektes mittels Video in einer Modenschau auf der PZ Bühne gipfelte.

Das Gehör wurde im Rahmen der Schwerpunktabende auch geschult und herausgefordert. So begrüßten die Bläserklassen ihr Publikum direkt zu Beginn der Abende und überraschten mit großem Taktgefühl. Unter der Leitung von Peter Hoberg und Sebastian Bätzing rahmte die Bläserklasse von Steffen Menne und Julia Hüttemann-Wilks den Schwerpunktabend des sechsten Jahrganges ein. Und auch die Bläserklasse des fünften Jahrganges, die von Sebastian Haase und Simone Mienack Löffler betreut wird, zeigte nach einem guten halben Jahr im Schwerpunkt bereits eine große Bandbreite.

Alle seine Sinne brauchte das Publikum schließlich für die Darbietungen der Klassen im naturwissenschaftlichen Profil. Und neben den Sinnen mussten auch die grauen Zellen in Schwung gebracht werden um Quizfragen und Experimente nachvollziehen zu können. Die sechste Klasse von Jeannette Vetter und Sebastian Bätzung lieferte mittels Live-Moderation und Videosequenzen Einblicke in die Schwerpunktarbeit. Moderiert wurde alles sehr souverän von den Schülerinnen und Schülern. Physikalische Gesetze vermittelte die NW-Profilklasse in unterhaltsamer Form. Die zweite naturwissenschaftliche Klasse des sechsten Jahrgangs sorgte unter Leitung von Bahar Caliskan für einen echten Knalleffekt. So konnte nachvollzogen werden, dass das Arbeiten im Schwerpunkt manchmal auch ein Spiel mit dem Feuer ist und die chemische Reaktion zweier Stoffe zu Schaumbergen mit erheblicher Geruchsentwicklung führen kann. Angekleidet waren die Schülerinnen und Schüler mit den typischen weißen Kitteln und auch die Schutzbrillen durften nicht fehlen.

Auch die Naturwissenschaftler aus dem fünften Jahrgang sorgten für beste Unterhaltung. Passend zur Jahreszeit machte die 5.4 unter der Leitung von Anke Meiertoberens und Mirjam Wirz einen Frühjahrsputz in der NW-Sammlung und sorgte damit für viele Lacher. Unterstützt wurden sie dabei von der „NW-Jokerin“ Silke Jordan. Den fulminanten Abschluss des zweiten Schwerpunktabends gestaltete die NW-Klasse von Andreas Plate und Kerstin Eichmann mit Experimenten, in denen Windeln und vor allem Bullrich-Salz eine große Rolle spielten.

Nachdem so alle Sinne des Publikums auf vielfältige Weise angeregt waren, stellten Lehrerinnen und Lehrer und Schülerinnen und Schüler wieder einmal fest, dass alle Beteiligten mit viel Spaß im jeweiligen Schwerpunkt gelernt haben.

(J. Hüttemann-Wilks)