Flower-Power an der GsKi

Unzählige handgefertigte Blüten, überdimensionale Peace-Zeichen, florale Schriftzüge und natürlich die Kostüme im Hippiestil sorgten für eine ganz besondere Atmosphäre. Dem Gründungsjahr der Kiersper Gesamtschule geschuldet, hatten sich die Organisatoren rund um Andreas Plate und Olaf Baum, auf ein Motto für die Auftaktveranstaltung geeignet, welches als Reminiszenz an die sogenannten 68er gedacht war. Unterstützt wurden sie dabei von zahlreichen tatkräftigen Helferinnen und Helfern aus dem Kollegium und der Elternschaft.

Mit der Schulgründung im Jahre 1969 kamen zwar nicht Scharen von Blumenkindern ins beschauliche Sauerland, aber die Gesamtschule sorgte für zahlreiche Veränderungen im politischen und kulturellen Leben der Kleinstadt, die vor 50 Jahren mit dem Ja zu einer Gesamtschule viel Mut bewiesen hat.

Am Samstag waren gerade ehemalige Schülerinnen und Schüler dieser Gründergeneration gut vertreten. Manch einer hatte noch sein altes Schul-T-Shirt rausgekramt und tanzte mit dem Gesamtschullogo auf dem Rücken zur 70er-Jahre-Musik. Andere hatten sich bis zur Unkenntlichkeit in phantasievolle Kostüme gehüllt und verlegten den Start der tollen Tage einfach schon einmal vor. Nachdem im weitläufigen Mensabereich nach alten Schulfreunden und ehemaligen Lehrern Ausschau gehalten wurde, verlagerte sich die Party schnell auch ins Pädagogische Zentrum, wo einige Programmpunkte auf die Gäste warteten.

Mit ihrem tänzerischen Streifzug durch die letzten fünf Jahrzehnte begeisterten Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Janina Frigo, Anna-Lena Müller und Anna-Kristin Funke ihr Publikum. Die Tanzrevue war während der letzten Projektwoche entstanden und wurde insbesondere von vielen ganz neuen Gesamtschülerinnen und Gesamtschülern des fünften Jahrganges unterstützt.

Als gutgelauntes Moderatorenteam führten Andreas Plate und Olaf Baum durch den Abend und luden mehrfach zu kleinen Wettbewerben ein, deren Gewinnerinnen und Gewinner mit Wertmarken oder Gutscheinen versorgt wurden. So wurde ein Kostümwettbewerb ausgelobt, den so viele hätten gewinnen müssen, dass die Auswahl schwer fiel. Jasmin Bölling und Stefanie Hujber schickten die besten fünf Kostüme ins Rennen und eine Jury aus Mitgliedern des Fördervereins gab ihr Votum ab. Außerdem wurde nach der Klasse gesucht, die zahlenmäßig am stärksten vertreten war.

Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt der eigens für das Jubiläumsjahr gegründeten Lehrerband „Teachuz“, die mit ihrer Frontfrau Sarah Eberz für Furore sorgte. Tim Voßen (Keyboard), Wolfgang Löffler (Gitarre), Tobias Voswinkel (Drums), Nikolas Brendebach (Bass) und als Gasttrompeter Sebastian Bätzing hatten ein passendes Set für diesen Abend zusammengestellt und machten Lust auf mehr.

Abgerundet wurde das Programm mit einer Tanznummer, die alle Zuschauer in Begeisterung versetzte. In Säcke gehüllte Gestalten erreichten mit einer lustigen Choreographie ihr Publikum und hinterließen einen bleibenden Eindruck.

Nach dem Programm gab es allerdings kein Halten mehr. Unter der Regie von DJ Patrick Gijbels enterten zahlreiche Blumenkinder den Tanzboden und sorgten für Stimmung, bis die Musik in den frühen Morgenstunden verklang.

Die liebevolle Inszenierung der „Flower-Power-Party“ ließ niemanden kalt und selbst Kostümmuffel hatten ihren offensichtlichen Spaß. Es wurde geredet, gelacht und getanzt. Viele sahen sich nach Jahren noch einmal wieder und feierten in ihrer ehemaligen Schule. Erinnerungen an die legendären „Teenie-Diskoabende“ wurden wach und manch eine Anekdote sorgte für Erheiterung. Feiern konnten und können die GSKiler und auch abseits der Partylaune entstand ein Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Schule, die vor über 50 Jahren als „Schulversuch“ startete und für viele zweites Zuhause und Sprungbrett in die weite Welt gleichermaßen war. Aus dem Versuch ist eine Institution geworden und mit der ausgelassenen Party setzten die Initiatoren ein Zeichen. Die Gesamtschule Kierspe war immer ein Ort der Gemeinschaft und aus dem Gefühl der Zusammengehörigkeit erwächst meist etwas Besonderes. Wer weiß, vielleicht entdecken die Schülerinnen und Schüler in der nächsten Zeit die ein oder andere Blume im Haar ihrer Lehrerinnen und Lehrer…

(J. Hüttemann-Wilks)

 

 

 

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