Zur Zeit des Freitagsgebets drang ein bewaffneter Mann in die Moschee ein und schoss mit einer Schnellfeuerwaffe um sich – mindestens 41 Menschen starben, unter ihnen auch viele Kinder. Fünf Kilometer entfernt wurden bei einem weiteren Angriff auf eine kleine Vorortsmoschee mindestens sieben weitere Menschen getötet. Viele Menschen wurden schwer verletzt oder in Todesangst versetzt. Einige von ihnen starben im Krankenhaus. Insgesamt sind bislang 50 Menschen ermordet worden. Vermutet wird, dass es sich bei allen Todesopfern um Muslime handelt. Darunter sind auch Flüchtlinge, die erst vor kurzem aus Ländern wie Syrien nach Neuseeland gekommen waren.

Verübt wurde dieses grausige Verbrechen von einem Rechtsextremisten aus Australien, der auch längere Zeit in Europa gelebt hat. Er hat seine Tat aus rassistischem Hass auf Muslime und Einwanderer verübt.

Wir leben in einer globalisierten Welt, in der vieles, was auf der anderen Erdhälfte passiert, uns genauso viel angeht wie die Ereignisse in unserem Land und in unserer Nachbarschaft. Auch bei uns haben immer wieder MitbürgerInnen muslimischen Glaubens Angst, auch hier könnten solche Anschläge passieren. Das Recht auf Selbstbestimmung ist eines der wichtigsten Grundrechte, das wir alle haben. Hierzu gehört auch das Recht auf Religionsfreiheit: Jeder darf das glauben, was er oder sie möchte! Ein Moslem genauso wie eine Christin, ein Jude genauso wie ein Hindu oder ein Atheist, der an keinen Gott glaubt. Alle Menschen sind nach unserer Auffassung gleich viel wert, gleichgültig, welche Hautfarbe sie haben, welche Religion, wie groß oder klein sie sind, ob sie heterosexuell oder anderssexuell sind. Dafür stehen auch wir als Gesamtschule Kierspe, als Schule ohne Rassismus.

Wer das individuelle Recht auf Religionsfreiheit oder die Gleichheit aller Menschen auf eine so fürchterliche Weise wie am vergangenen Freitag in Neuseeland angreift, der greift auch uns an. Wir möchten, dass unsere Schwestern und Brüder moslemischen Glaubens, unsere MitschülerInnen und KollegInnen, wissen, dass sie zu uns gehören, dass sie keine Angst haben brauchen und dass wir die rassistische Bluttat vom Freitag verabscheuen – dafür ist es unerheblich, ob die Tat hier oder in Neuseeland stattgefunden hat.

Ich bitte, euch für eine Schweigeminute zu erheben und der Opfer in Ruhe zu gedenken.

 (J. Heintges)

 

 

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