Außerschulisches Lernen – Schülerinnen und Schüler der GSKi zeigen Initiative und nehmen am „Fridays for Future" teil

 

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In den letzten hundert Jahren ist die durchschnittliche Jahrestemperatur weltweit zwischen 0,6 und 0,8 Grad Celsius angestiegen. Die immer weiter steigende Temperatur führt zu immer mehr Umweltkatastrophen. Dadurch sind sowohl die Tiere als auch die Pflanzen und Menschen in Gefahr. Die Folgen des Klimawandels sind auch für die Menschen in Deutschland deutlich zu spüren. So mussten wir im Jahre 2018 ein Wetterextrem verbuchen. Der Hitzesommer führte zu einer massiven Trockenheit. Ferner stellt der steigende Meeresspielgel eine Gefahr dar. Die weiter steigende Nachfrage nach Fleisch hat die Viehzucht erheblich ansteigen lassen. Dies führt dazu, dass über 500.000 Tonnen Methan alleine in Deutschland entstehen. Methan gehört zu den Treibhausgasen. Treibhausgase sorgen dafür, dass Wärme in Form von Sonnenenergie in der Atmosphäre gespeichert wird. Je mehr Treibhausgase gespeichert werden, desto wärmer wird es auf der Erde. Infolgedessen schmelzen zum Beispiel die Gletscher und die Polarkappen.

„Fridays for Future“ ist eine unabhängige, weltweite Bewegung. Hauptsächlich setzen sich junge Menschen für diese ein. Sie veranstalten Demonstrationen oder Streiks, um auf sich und dieses Thema aufmerksam zu machen. Diese finden freitags statt. Dabei treffen sich viele Schülerinnen und Schüler und stehen für dasselbe Ziel ein. Ziel dieser Bewegung ist es, dem Klimawandel entgegenzuwirken. Sie fordern, dass sich die Regierungen dieser Welt mehr mit dem Thema des Klimaschutzes beschäftigen und sich dafür einsetzten. In Deutschland fordern die Schüler zum Beispiel einen schnelleren Kohleausstieg.

Die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Kierspe haben sich entschlossen, Teil dieser Bewegung zu werden und auch aktiv dafür einzustehen. So traf sich eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern und formulierte klare Statements und Forderungen. Am Donnerstag, den 04.04.2019, trafen sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Demonstration im PZ, um die Folgen des Klimawandels zu diskutieren. Die Schüler tauschten sich aus und entwickelten Handlungsmöglichkeiten für jeden einzelnen. Mit ihrer Teilnahme wollen die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Kierspe zeigen, dass auch ihnen der Klimawandel nicht egal ist. Sie denken, dass jeder einzelne seinen Teil zum Klimaschutz beitragen muss und das genau dies die Initiative der Schüler fordert.

Am Freitag den 05.04.2019 war es dann endlich soweit. Die geplante Demonstration fand statt. Unter dem Motto „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“, gingen die Schülerinnen und Schüler von der Gesamtschule bis zum Rathaus. Bei ihrer Demonstration wurden sie von einigen Lehrern, dem Schulleiter, dem WDR und der Polizei begleitet. Am Rathaus angekommen, wurden die vorbereiteten Forderungen samt einer Unterschriftenliste dem Bürgermeister, Herrn Emde, übergeben. Diese Forderungen beinhalten zunächst den Ausbau des ÖPNVs. Wenn die Schülerinnen und Schüler nicht mit Hilfe des ÖPNVs mobil sein können, so müssen sie zwangsläufig von den Eltern gefahren werden. Dies ist aufgrund der hohen Schadstoffbelastung sehr umweltschädlich. Die zweite Forderung betrifft die Mülltrennung an der GSKi. So fordern die Schülerinnen und Schüler mehr Mülleimer, damit sie den Müll in der Schule trennen und dem Recycling zuführen können. Es wird auch das Aufstellen von mehr Mülleimern in Kierspe gefordert, damit die Umwelt nicht verschmutzt wird. Die letzte Forderung bezieht sich auf die Verwendung von Recycling-Papier. Die Schülerinnen und Schüler fordern, dass sowohl die Stadtverwaltung als auch die Schule umweltfreundliches Recycling-Papier benutzt.

Nachdem die Schüler ihre Forderungen präsentierten, äußerte sich der Bürgermeister zu diesen. Danach konnten die Schüler weitere Fragen und Äußerungen an den Bürgermeister richten.

Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Demonstration als vollen Erfolg. Dabei ist jedoch eines klar: Dies war nur der erste Schritt in Richtung Zukunft. Von Seiten der SV sind bereits weitere Aktionen in Planung.

(N.Meinhardt, Schülersprecherin)

 

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