Ehemaliger Schulleiter Martin Koenen verstorben

 

Martin war von 1972 bis 1992 Schulleiter der Gesamtschule Kierspe, er hat diese Schule geprägt und vieles von dem, was er in die Wege geleitet, aufgebaut hat , hat bis heute Bestand.

 

"Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken." Das sind die Worte, mit denen die Familie Koenen von ihm Abschied nimmt .

 

Viele, die mit Martin zusammengearbeit haben, verbinden mit diesem Lächeln Trauer, aber viel mehr Anerkennung, Respekt und Dankbarkeit. Martin ist den Kollegen/innen immer mit Herzlichkeit, Humor und Achtung gegenüber getreten. Er war kein Mensch der Macht, er ist nie fordernd an Menschen herangetreten, sondern er hat sie, wo es ihm möglich war, gefördert. Er hat die Schule mit seinen Vorstellungen und Ideen gestaltet und geprägt, aber genauso wichtig war es ihm, die Initiativen von Kollegen/innen aufzunehmen und in den Auf-und Ausbau der Schule miteinzubeziehen. Er hat da keinen Unterschied im Dienstalter oder in der Stellung in der Schule gesehen, Ideen, die neue Formen des Lernens beinhalteten, hat er von jedem angenommen, vom Referendar bis zum Mitglied der Schulleitung. Er war für alles offen, was neue Wege für eine bessere, sozial gerechtere Schule versprach.

 

"Ich danke dem Leben, das mir so viel gegeben:
Es gab mir mein Lachen, es gab mir mein Weinen,
und lässt mich das Glück von dem Leid unterscheiden,
mein Lied ist aus diesen zwei Quellen entsprungen,
mein Lied für mich selber und für euch gesungen,
mein Lied für mich selber und für alle gesungen.
Gracias a la vida, gracias a la vida. Gracias a la vida."

 

(Violeta Parra)

 

Martin war ein politisch denkender und handelnder Mensch, abseits von Parteipolitik und Ideologien. Er war zutiefst verbunden mit der Geschichte und der Gegenwart Lateinamerikas. Er hat das Lachen und Weinen, das Glück und das Leid dieses Kontinents intensiv verfolgt und sich für seine Entwicklung eingesetzt. Sein politisches Denken mündete in konkretem politischen Handeln. Er hat mutig Stellung bezogen für die Entwicklung in Nicaragua und von Kierspe aus hat er den Aufbau einer Schule intensiv gefördert. Es war ihm ein Anliegen, den Horizont zu öffnen und über die Grenzen Deutschlands; Europas zu schauen.

 

Nicht Hilfe war ihm dabei wichtig, sondern Entwicklung, Förderung zu Eigenständigkeit und Unabhängigkeit.

 

Martin war außerhalb der Schule ein sehr aktiver, kreativer Mensch. Er war der Musik sehr verbunden, er tanzte für sein Leben gern und er war ein liebevoller Vater und später Opa. Wer ihn nach seiner Pensionierung sprach, musste mit Bewunderung wahrnehmen, dass er eigentlich immer jünger wurde und lebhaft am Leben teilnahm.

 

Dankbarkeit ist auf Dauer stärker als Trauer. In diesem Sinne nehmen wir Abschied von Martin Koenen. Er hat uns vieles gegeben und dafür bin ich, sind wir ihm dankbar.

 

Rolf Muck, Johannes Heintges

 

Eine Würdigung seines Wirkens an der GsKi findet sich [hier].

 

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