Bürgermeisterkandidaten stellen sich Fragen der Schüler

buergermeisterwahlKritisch, konstruktiv und ohne Berührungsängste – so könnte man die Befragung der beiden Bewerber für das Amt des Bürgermeisters der Stadt Kierspe im PZ der Gesamtschule zusammenfassen. Während Herausforderer Jörg Hentschel die Jungwähler am Donnerstag von seinen Zielen und Vorstellungen zu überzeugen versuchte, stellte der amtierende Bürgermeister Frank Emde seine Arbeitsschwerpunkte am Freitag vor.

Dabei bewiesen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 mit ihren Fragen und Anregungen, dass sie die Entwicklung der Stadt sehr genau verfolgen.
Die Öffnungszeiten der Turnhalle wurden ebenso thematisiert wie der Zustand der Fenster in der Gesamtschule oder die Gefährdung der Gesundheit durch die gemessenen PCB-Werte.
Einen besonderen Schwerpunkt der Fragen bildete das Angebot für Jugendliche im Freizeitbereich. Die Schülerinnen und Schüler bemängelten, dass lediglich das Sportangebot ausreichend sei, kreative Angebote jedoch weitgehend fehlen. Herausforderer Hentschel räumte denn ein, dass in der Vergangenheit die Belange und Vorschläge der Jugendlichen nicht ernsthaft genug berücksichtigt und geprüft worden sind und dies in Zukunft verbessert werden muss. Wie stark die fehlenden Angebote die Schülerinnen und Schüler an der Gesamtschule beschäftigen, ist auch Amtsinhaber Emde durch zahlreiche Fragen und Hinweise bewusst geworden. Dabei unterbreiteten die Jugendlichen dem Bürgermeister konkrete Vorschläge für geeignete Orte und Räumlichkeiten für die Kiersper Jugendlichen. Weitere Themen, die die Schüler mit den beiden Kandidaten besprachen, betrafen die leer stehenden Ladenlokale, den Verlust der Firma GWK und die geplante Ortsumgehung über Lausberge – alles Punkte, die viele ältere Kiersperinnen und Kiersper auch beschäftigen.

Am Ende zogen Oberstufenleiter Rolf Muck und die beiden Kandidaten ein positives Fazit der  Veranstaltungen und forderten die Schülerinnen und Schüler dazu auf, von ihrem demokratischen Wahlrecht Gebrauch zu machen und so persönlich Einfluss auf die weitere Entwicklung in Kierspe zu nehmen.